Bericht über die Landesverbandsmeisterschaft FITA im Freien 2009
Dieses Jahr fand die Landesverbandsmeisterschaft am 27./28.Juni beim BSC
Oberhausen statt.
Zu den Bedingungen: Die Oberhausener haben eine großzügige baumumsäumte
Clubanlage auf der bequem 25 Scheiben Platz haben. Die Anlage war leicht zu
finden und die Anzahl der Parkplätze gerade noch ausreichend.
Seit Tagen hatten die Wetterberichte starke Regenschauer und Gewitter
vorhergesagt. Hier hatten die Oberhausener vorgesorgt, im Wartebereich waren
fast auf der ganzen Länge der Schießlinie Zelt-Pavillions aufgebaut. Der
Aufbau eines eigenen Zeltes war also nicht nötig, guter Service. Ferner gab es
ein Clubheim (oder besser Clubturm), in dem es eine feste Toilettenanlage in der
Nähe gab. Das Gelände liegt in der Nähe von verkehrsreichen Straßen und
einem Schifffahrtskanal. Wer also absolute Ruhe zum Schießen braucht, könnte
sich durch den Verkehrslärm oder -wenn auch seltener- durch Schiffslärm
gestört fühlen.
Doch nun zu unseren Teilnehmern: Erstmals in diesem Jahr gab es im ersten
Durchgang am Samstag eine Blankbogenklasse auf 40 Meter. Ein Wunsch vieler
Blankbogenschützen, welche bisher nicht an der Landesverbandsmeisterschaft im
Sommer teilnehmen konnten. Friedrich Weiß konnte hier mit 451 Ringen sein
bestes Ergebnis einfahren und erkämpfte sich einen Platz im Mittelfeld.
Im zweiten Durchgang am Samstag Nachmittag waren unseren "alten"
Herren dran. Kurz vor der Gerätekontrolle gab es einen starken Regenschauer,
zum Glück ging der Durchgang mit Verspätung los und das Schießen war
anschließend im Trockenen möglich. Allerdings wurde die Luft fast
unerträglich schwül (bei einigen Schützen beschlugen die Brillengläser !).
Mancher hätte sich hier doch lieber ein bisschen Wind gewünscht. Hans-Josef
Peusquens erzielte in der Seniorenklasse ein souveränes Ergebnis mit 589
Ringen, musste sich allerdings an diesem Tag einem unschlagbaren Günter Keck
(SC Hahnheim 630 ! Ringe) fügen und wurde Landesvizemeister.
Kurt Tümmler erreichte mit 563 Ringen einen Platz im Mittelfeld der
Altersklasse. Für eine Überraschung sorgte Ralf Hülsmann, der mit
persönlichen Bestergebnis von 602 Ringen als Dritter in der Altersklasse auf
dem Siegerpodest landete. Das bewährte Team der Altersklassen-Mannschaft wurde
mit einer Bestleistung von 1754 Ringen Landesvizemeister hinter dem an diesem
Tag unschlagbaren Team aus SC Hahnheim (2008 hatten noch 1699 Ringe zum
Landesmeistertitel gereicht !). Das sollte zur Qualifikation für die Deutsche
Meisterschaft ausreichen.
Pünktlich nach Ende des zweiten Durchgangs "goss es aus Eimern", so
dass die Siegerehrung kurzfristig unter dem Dach des Catering-Pavillions
stattfinden musste.
Am Sonntag mussten sich unsere Recurvedamen in der Altersklasse, unsere
Recurveschützen und unsere Compoundherren in der Altersklasse den unverändert
schwülen Wetterbedingungen stellen. Auch hier blieb es während des
Schießbetriebs trocken. Sascha Schüller erreichte in der Schützenklasse 478
Ringe. Harald Dany erzielte 573 Ringe. Jörg Zborowska konnte sich mit 583
Ringen für das Finalschießen qualifizieren, schied aber dann gegen den
späteren Landesmeister Michael Mücke mit 101 : 108 Ringen aus. Durch seine
gute Finalringzahl rutschte er im endgültigen Ranking noch hoch auf Platz 9.
Zudem bestehen für ihn noch Chancen für die Teilnahme an der Deutschen
Meisterschaft.
Monika Reiff-Tümmler erreichte mit 548 Ringen den dritten Platz. Auch hier
scheint die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft sicher. Anni Moll
konnte mit 518 Ringen einen Platz im Mittelfeld erreichen. Brigitte
Bresser-Hülsmann bekam im zweiten Durchgang Probleme mit ihrem operierten Fuß,
hielt aber tapfer durch und erzielte 458 Ringe. Damit wurde die Damen-Mannschaft
mit insgesamt 1524 Ringen Dritter hinter den Teams aus Düren und Oberhausen.
Die Damen aus Stommeln (in der Bezirksmeisterschaft noch vor unseren Damen)
hatten das Nachsehen.
Wilhelm Schmitz erreichte mit 661 Ringen in der Compoundaltersklasse ebenfalls
einen dritten Platz. Auch hier scheint die Qualifikation für die Deutsche
Meisterschaft sicher. Horst Hatko, der erst seit kurzem auf den Compoundbogen
umgestiegen ist, erzielte 623 Ringe.
Insgesamt gab es für den SSK Kerpen dieses Jahr zwar keinen Landesmeistertitel, aber trotzdem bei starker Konkurrenz (allein die Teilnehmer in den Recurve-Klassen erzielten über 30mal mehr als 600 Ringe !) gute Einzelergebnisse, Treppchenplätze und Qualifikationen für die Deutsche Meisterschaft.
Ralf Hülsmann